Europa und der Stier XXVI – Was geschieht am Balkan?
Montag, August 9th, 2010Dr. Vedran Dzihic im Gespräch mit Richard Richter
Dr. Vedran Dzihic im Gespräch mit Richard Richter
Im Rahmen des transdisziplinären EU Projekts “Social Polis” (Social platform on cities and social cohesion) haben sich am 11. und 12. Mai 2009 ca. 200 WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen auf der WU in Wien eingefunden, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu teilen. Zentrales Thema dieser Tagung war die Frage nach sozialer Kohäsion in der Stadt. Möglichkeiten und Wege für sozialen Zusammenhalt in Städten zu suchen erscheint als ein Muss für verantwortungsvolle Stadtforschung und -politik. Die Konferenz in Wien war eine der wichtigsten Veranstaltungen im Rahmen des Projekts, um vorläufige Resultate zu präsentieren und Raum für Diskussionen zukünftiger Herausforderungen für Forschung, Politik und Praxis zu bieten. andererseits dokumentiert die wichtigsten Themen.
Eine Sendung in Kooperation mit dem Paulo Freire Zentrum.
Moderation: Franz Grabner (Journalist, Theologe)
In dieser Sendung nimmt der preisgekrönte österreichische Regisseur Michael Haneke Stellung zu seinem Verständnis von Kunst und Religion. Er will sich nicht als religiöser Filmemacher verstanden wissen. Für ihn seien zwar existentielle Fragen von großer Bedeutung, ihm gehe es aber darum, diesen Fragen eine künstlerische Form, nicht aber Antworten – wie die Religion es tue – zu geben. Die Sehnsucht nach Transzendenz, die jeder Mensch kenne, dürfe nicht mit Religion gleich gesetzt werden. Die hier wiedergegebene Diskussion bietet reichlich Stoff für weitere Überlegungen. Eine Veranstaltung des “Forum Zeit & Glaube“.
Regina Polak und Richard Richter im Gespräch mit Univ. Prof. Dr. Susanne Heine
Univ.Prof. Dr. Susanne Heine, Vorstand am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, geht der vielschichtigen Frage nach der Prägung Europas durch das Christentum nach. Dabei zeigt sie auf, dass das Christentum als Staatsreligion, das Europa seit Konstantin dominierte, mit der daraus sich entwickelnden Machtstruktur nicht dem jesuanischen Prinzip entspricht und immer wieder Gegenbewegungen hervorrief. Bei der heute vollzogenen Trennung von Kirche und Staat ist es entscheidende Aufgabe, Pluralismusfähigkeit zu lernen. Der Beitrag das Christentums dazu wäre das Liebesprinzip. Im Umgang mit dem Islam ist religiöse Bildung und gegenseitiger Respekt grundlegend für den Dialog. Information allein hilft nicht gegen Vorurteile, es müssen Begegnungsräume geschaffen werden, um einander kennen zu lernen.
Richard Richter im Gespräch mit Mercedes Echerer
Mercedes Echerer war von 1999-2004 Abgeordnete im EU-Parlament. Von Beruf Schauspielerin und ohne vorherige politische Laufbahn war sie in Brüssel für kulturelle Fragen zuständig. Wesentlich für Europa ist in ihren Augen der Versuch, trotz aller kriegerischen Vergangenheit in der Geschichte, in Frieden miteinander zu leben. Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind die großen Errungenschaften Europas. Auf dieser Basis muss Europa auch in außereuropäischen Konflikten zu vermitteln bestrebt sein. Heutige Krisenherde werden oft als religiöse oder kulturelle Konflikte dargestellt, obwohl oft ein wirtschaftlicher Hintergrund und Probleme der Ressourcen auslösend sind. Die Kulturschaffenden und religiösen Leitfiguren haben die große Aufgabe, bezüglich der Konflikte aufzuklären und sich nicht instrumentalisieren zu lassen. Wichtig für die EU ist es, mit einer Stimme zu sprechen, in Solidarität zu handeln und ihre außenpolitische Wirksamkeit noch deutlicher sichtbar zu machen.
Dr.Regina Polak im Gespräch mit Richard Richter
Im Gespräch mit MMag, Dr. Regina Polak, Vorstand des Institus für Pastorale Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, steht die Frage, wie man angesichts der vorfindbaren gesellschaftlichen Pluralität zu einem gerechten Zusammenleben kommt, im Mittelpunkt. Die Sorge bezüglich Fremdenfeindlichkeit ruft nach geeigneten Assimilationskonzepten und gemeinsamen Vorgängen, um zu lernen, mit Differenzen gut umzugehen. Wesentlich ist auch die Klärung der Vereinbarkeit von Wahrheit und Pluralität. Das Konkurrenzparadigma ist nicht weiterführend. In der Verschiedenheit liegt das Entwicklungspotential im Gemeinschaftsleben einer pluralen Gesellschaft. Mit Pluralität leben lernen, heißt eine persönliche Entscheidung zu treffen, abseits von Relativismus und Fundamentalismus.
Er hatte es fast geschafft, aber kurz vor Lampedusa wurde das Boot von der libyschen Küstenwache gerammt. Seine Reise führte quer durch Afrika. Die Geschichte der Odyssee VON GEORGES N. Weiterlesen bei taz.de.
Hier wird eines der Referate bei der Veranstaltung „5 Jahre ökumenisches Sozialwort der Kirchen“ wiedergegeben, das von Franz Fischler, ehemaliger EU-Kommissar, gehalten wurde. Themen wie die soziale Dimension auf europäischer Ebene, deren praktische Umsetzung sowie die Weiterentwicklung der Demokratie standen im Mittelpunkt.
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Christian Felber im Gespräch mit Richard Richter
Christian Felber ist Mitbegründer von Attac-Österreich und Publizist. Die Themen seiner beiden letzten viel gelesenen Bücher weisen auf die Schwerpunktthemen des hier aufgezeichneten Gespräches hin: „50 Vorschläge für eine gerechte Welt. Gegen Konzernmacht und Kapitalismus“ (7. Aufl.) und die 2008 erschienene und bereits in 2. Aufl. erschienene Publikation „Neue Werte für die Wirtschaft. Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus“. Im Blick auf die gegenwärtigen Probleme und Krisen, die weltweite Auswirkungen haben, zeigt Felber Hintergründe und Entstehung dieser in ihren Folgen noch uneinschätzbaren Situation auf. Themen wie das Verhältnis von Ökonomie und Politik, der Markt als staatliches Produkt versus Trennung von Markt und Staat im Neoliberalismus, Bündnis von Sozialstaat und Kapital im Gegensatz zum freien Markt, der sich jeder Staatsverordnung entziehen kann, das Verhältnis von Finanzvermögen und realer Wirtschaft werden kompetent aufgerollt. Abschließend wird die Politik der EU und deren neoliberale Strategien kritisch beleuchtet.
| Jun ’09 |
| 3 |
| 19:00 |
Vor der Wahl zum EU-Parlament berichten Abgeordnete von ihrer Tätigkeit in Brüssel und Straßburg – über Probleme ihrer Arbeit, über Einflussmöglichkeiten des EU-Parlaments und über das Lobbying auf EU-Ebene.
Moderation: Annemarie Weinzettl
Forum Zeit und Glaube, Otto-Mauer-Zentrum, Währingerstraße 2-4, 1090 Wien