andererseits 31 – Das Dreieck der Kindheit
Sonntag, Juni 14th, 2009Diese Sendung widmet sich einer Ausstellungseröffnung im 15. Wiener Gemeindebezirk, Herklotzgasse 21. An dieser Adresse befand sich ein 1906 errichtetes Zentrum jüdischen Lebens. Vom 30.10. – 28.11.2008 wurde unter dem Titel „Das Dreieck meiner Kindheit“ eine Ausstellung und Videoinstallation gezeigt. Bei der Eröffnung sprachen die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Ariel Muzicant von der Israelitischen Kultgemeinde und ein Vertreter von angereisten ehemaligen jüdischen Bewohnern im Umfeld der Herklotzgasse sprach über seine Kindheitserfahrungen in diesem Zentrum und die tragische Wende in die Katastrophe zur Zeit des Nationalsozialismus.
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„Ausländerfeindlichkeit“ hat nur indirekt mit „Ausländern“ zu tun. Ob Ottakring oder das „ausländerfreie“ Kaisermühlen in Wien, die Ablehnung ist gleich hoch. Im ehemaligen Ostdeutschland ist Ausländerfeindlichkeit um ein Wesentliches höher als in Westdeutschland. Nur gibt’s im Osten kaum „Ausländer“. Ablehnung und „Ausländerfeindlichkeit“ sind Machtspiele um die Rangordnung in der Gesellschaft. Zum Ausländer wird, wer auf sozialer Distanz gehalten werden soll. 

