Europa und der Stier XXIV – Das Erbe des 20. Jahrhunderts
Sonntag, September 20th, 2009Univ. Prof. Dr. Gerhard Jagschitz im Gespräch mit Richard Richter
Univ. Prof. Dr. Gerhard Jagschitz, Historiker für Zeitgeschichte an der Universität Wien, betonte im Rückblick auf die dramatischen Ereignisse des 20. Jhs, dass dieses nicht ohne das 18. und 19. Jh. zu verstehen sei. Die Entwicklung zur Demokratie, Erfindungen, technische Errungenschaften, Emanzipationsbewegungen und das steigende Selbstbewusstsein von Nationen schafften Unruhe, Umbrüche und den Verlust von Ordnungen. Vom 19. bis zum 21. Jh. setzten wesentliche Mentalitätsänderungen ein, man suchte nach Emanzipation von Zwängen und Abhängigkeiten, das Phänomen der Autorität veränderte sich grundlegend.
Auf die Mehrschichtigkeit von Geschichte, auf die Zeitgebundenheit verschiedener Prozesse und Personen, die Vergleiche in der Geschichte unzulässig macht, wird im Gespräch eingegangen. Heute gilt es, mit der noch nicht bewältigten Globalisierung umzugehen, Konflikte aufzuarbeiten, nicht niederzuhalten, um den Frieden in Europa zu sichern und die Vielfalt in Europa als höchstes Gut zu verstehen.

