Europa und der Stier Spur XXIII – “Christliches” Europa?
Samstag, August 22nd, 2009Regina Polak und Richard Richter im Gespräch mit Univ. Prof. Dr. Susanne Heine
Univ.Prof. Dr. Susanne Heine, Vorstand am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, geht der vielschichtigen Frage nach der Prägung Europas durch das Christentum nach. Dabei zeigt sie auf, dass das Christentum als Staatsreligion, das Europa seit Konstantin dominierte, mit der daraus sich entwickelnden Machtstruktur nicht dem jesuanischen Prinzip entspricht und immer wieder Gegenbewegungen hervorrief. Bei der heute vollzogenen Trennung von Kirche und Staat ist es entscheidende Aufgabe, Pluralismusfähigkeit zu lernen. Der Beitrag das Christentums dazu wäre das Liebesprinzip. Im Umgang mit dem Islam ist religiöse Bildung und gegenseitiger Respekt grundlegend für den Dialog. Information allein hilft nicht gegen Vorurteile, es müssen Begegnungsräume geschaffen werden, um einander kennen zu lernen.

