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Archiv April, 2009

Was die Schlächter von Uganda übrig ließen

Donnerstag, April 23rd, 2009

20 Jahre wütete der Bürgerkrieg im Norden Ugandas – seine Auswirkungen vergiften auch das Leben im Frieden. Wie soll aus Kindersoldaten, Vergewaltigten, Waisen und Greisinnen eine Gesellschaft wachsen? Viele fühlen sich trotz einer Armada von Hilfsorganisationen im Stich gelassen. Weiterlesen bei spiegel.de.

Europa und der Stier XX: Der Marktwahn

Dienstag, April 21st, 2009
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Christian Felber im Gespräch mit Richard Richter

Christian Felber ist Mitbegründer von Attac-Österreich und Publizist. Die Themen seiner beiden letzten viel gelesenen Bücher weisen auf die Schwerpunktthemen des hier aufgezeichneten Gespräches hin: „50 Vorschläge für eine gerechte Welt. Gegen Konzernmacht und Kapitalismus“ (7. Aufl.) und die 2008 erschienene und bereits in 2. Aufl. erschienene Publikation „Neue Werte für die Wirtschaft. Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus“. Im Blick auf die gegenwärtigen Probleme und Krisen, die weltweite Auswirkungen haben, zeigt Felber Hintergründe und Entstehung dieser in ihren Folgen noch uneinschätzbaren Situation auf. Themen wie das Verhältnis von Ökonomie und Politik, der Markt als staatliches Produkt versus Trennung von Markt und Staat im Neoliberalismus, Bündnis von Sozialstaat und Kapital im Gegensatz zum freien Markt, der sich jeder Staatsverordnung entziehen kann, das Verhältnis von Finanzvermögen und realer Wirtschaft werden kompetent aufgerollt. Abschließend wird die Politik der EU und deren neoliberale Strategien kritisch beleuchtet.

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Das Geld ist ungerecht verteilt

Dienstag, April 21st, 2009

Für ein solidarisches und christliches Zusammenleben brauchen wir ein gerechtes Steuersystem mit einer Vermögens-, einer Erbschafts- und Schenkungsteuer für große Vermögen. Wo der
Markt
sich selbst
überlassen bleibt, entsteht
Ungleichverteilung von
Einkommen, Vermögen und
Beteiligungschancen. Aufgabe der Politik
ist es, durch Bereitstellung einer allen zugänglichen Infrastruktur, durch eine ausgleichende Steuer- und Sozialpolitik, durch rechtliche Regelung von Arbeit und Wirtschaft dafür zu sorgen, dass alle Menschen einen gerechten Anteil an den gemeinsam erwirtschafteten Gütern und Leistungen erhalten und menschenwürdig leben können. Sozialwort 191

Steuereinnahmen sind die Voraussetzung für das Funktionieren unseres Sozialstaates. Sie nützen allen, weil damit Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Straßen, öffentlichem Verkehr, Pensionen, Umweltschutz, Kunst, Sport, Kultur gedeckt werden: Leistungen, die dem Einzelnen gleichermaßen wie dem Gemeinwohl dienen. Wenn – wie es derzeit der Fall ist, zu wenig Geld für Schulen, für Pflege, für Integrationsmassnahmen, aber auch für eine gut ausgestattete Justiz und Polizei fehlt, dann müssen neue Einnahmequellen erschlossen werden.

In Österreich wurde die Finanzierung des Sozialstaates in den letzten Jahrzehnten immer mehr dem Faktor „Arbeit“ aufgebürdet, während der Faktor „Kapital und Vermögen“ zunehmend entlastet wurde. 1975 betrug der Anteil der Lohnsteuern an den Staatseinnahmen 18%, der aus Gewinnsteuern (Vermögen, Aktien, …) 17,4%; 2005 wurden bereits 30,2% aus Lohnsteuern aber nur noch 13,4% aus Gewinnsteuern eingenommen.

Nach einem OECD-Bericht betrug das Aufkommen aus Vermögenssteuern 2004 im Durchschnitt der EU-15-Staaten 5,3%. Österreich steht mit 1,3% an letzter Stelle im europäischen Vergleich. Weiterlesen

Auf dem Weg zur gerechten Schule

Dienstag, April 21st, 2009

Die Katholische Aktion Österreich fordert mehr Bildungsgerechtigkeit im österreichischen Schulsystem.

Die österreichische Schule muss sozial gerechter werden. Derzeit ist es, wie zahlreiche Studien belegen, dass Bildung „vererbt“ wird. Einkommen und sozialer Status der Eltern spielen eine wesentliche Rolle für die Bildungslaufbahn der Kinder. Nur ein Viertel der Kinder, deren Eltern als HilfsarbeiterInnen arbeiten, besuchen die AHS-Oberstufe oder die BHS (24,8%), während dies drei Viertel (74,3%) der Kinder aus Familien tun, deren Eltern hochqualifizierte Tätigkeiten ausüben.

Ähnliches lässt sich auch bezüglich der Einkommen der Eltern beobachten: Je weniger die Eltern verdienen, desto seltener wechseln ihre Kinder nach der vierten Klasse Volksschule in die AHS-Unterstufe, – auch wenn sie laut Volksschulzeugnis die AHS-Reife gehabt hätten. Diese Tendenz setzt sich über die Oberstufe bis zum Studium fort. Weiterlesen

Kinder brauchen Kooperation statt Konkurrenz

Dienstag, April 21st, 2009

Mit einer kooperativen Spielkultur können Kinder viele wichtige Dinge für ihr Leben lernen. Unter anderem wie man ein Zusammenleben gestalten kann, dass nicht auf einem Gegeneinander basiert, sondern auf gerechten Strukturen, die allen Menschen möglichst viel Entfaltungsmöglichkeit bieten.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Konkurrenz, das Gegeneinander, das übliche Prinzip und vor allem das den Kapitalismus stützende Grundprinzip ist. Häufig wird damit argumentiert, dass wir Menschen „von Natur aus“ auf Konkurrenz ausgerichtet seien. Darwins „survival of the fittest“ Theorie wird dabei auf uns Menschen übertragen: wir können nur dann bestehen, wenn wir uns gegen die anderen durchsetzen. Ein Welt- und Menschenbild das auf dieser Prämisse des Gegeneinanders aufbaut, geht von einem Konzept des Mangels aus. Weiterlesen

Wir können uns den Sonntag leisten!

Dienstag, April 21st, 2009

Um den arbeitsfreien Sonntag zu stärken wurde jetzt auch in Wien eine regionale „Allianz für den freien Sonntag“ gegründet.

„Als Kind von Gastwirten habe ich es erlebt, was es heißt jeden Sonntag zu arbeiten“, sagt Werner F. und begründet damit, warum ihm der freie Sonntag so wichtig ist. „Natürlich braucht am Sonntag es viele Dienstleistungen, die notwendig sind, aber jetzt ist es auch in Wien genug“.

Das denken sich auch viele andere Menschen und deswegen ist in Wien eine „Allianz für den freien Sonntag“ gegründet worden. „Es ist in Wien dringend nötig, Aktivitäten zu setzen, um den arbeitsfreien Sonntag zu stärken“, sagen die beiden Sprecher der neuen „Wiener Allianz für den freien Sonntag“, Karl Humpelstetter von der Gewerkschaft GPA-djp sowie Marcel Kneuer von der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien (KA). Weiterlesen

Michael Haneke: Im Kino beten lernen?

Dienstag, April 21st, 2009
Apr ’09
29
19:00

Filmbeginn 18:00 Uhr

Kann der Film dem Niedergang von Religion widerstehen? Zeigt er doch neben dem Unterhaltsamen auch die Grenzen und die Kontingenz menschlichen Lebens. Michael Hanekes Filme wollen „den Zuschauer irritieren …. Das ist überhaupt die Aufgabe von jeder Art von künstlerischer Betätigung, nicht die Vorurteile und die Sicherheiten zu bestätigen, sondern unser Infragestellen zu befördern.” (Michael Haneke). Welchen Platz besetzt Religion in Filmen? Kann man im Kino das Nachdenken über Gott und die Menschen ver/lernen?

Moderation: Franz Grabner, Fachmann für Film und Theologie und verantwortlich für Kultur-Dokumentationen im ORF

18:00 Uhr: Voraus zeigen wir die Dokumentation über Michael Haneke „24 Realities per second“ von Nina Kusturica und Eva Testor (ORF 2004; 58 Min.)

Ort: Forum Zeit und Glaube, Otto-Mauer-Zentrum, Währingerstraße 2-4, 1090 Wien

Endlich 1968

Dienstag, April 21st, 2009
Apr ’09
29
19:00

Filmvorführung und Zeitzeugenberichte

Der Wiener Filmemacher Herbert Link hat in diesem Dokumentarfilm die Fragen gestellt, was aus den Anliegen wie die verstärkte politische, soziale, kulturelle und ökologische Selbstbestimmung, der Auflehnung gegenüber Autoritäten und menschenunwürdigen Machtstrukturen, dem in-Fragestellen von Normen, Regeln und Moralvorstellungen und der Suche nach Sinn und spiritueller Lebensweise der 68er geworden ist. Ist ihr Feuer von damals erloschen – sind sie mit ihren Utopien gescheitert oder haben sich ihre Forderungen von damals zum Teil erfüllt oder sind vielleicht schon längst etabliert?

Zwölf Personen erzählen über ihr Lebensgefühl in der Zeit um 1968 und machen deutlich, wie individuell verschieden sie diese Epoche des Aufbruchs und der Neuorientierung erlebt haben.

ReferentInnen:
Drei von ihnen werden im Anschluss an die Filmvorführung zur Diskussion bereit stehen: Birgit-Meinhard-Schiebel (Politikerin), Bruno Aigner (Sprecher des Bundespräsidenten), Joop Roeland (Ordensgeistlicher)

Ort: Evangelische Akademie, Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Fremdenrecht auf dem Prüfstand

Dienstag, April 21st, 2009
Apr ’09
24
16:30

SYMPOSIUM FREMDENRECHT
Fremdenrecht auf dem Prüfstand

Das österreichische Fremdenrecht ist immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussion und Kritik. Dieses komplexe Rechtsgebiet muss im Zusammenhang gesehen werden. Das Symposium gibt einen Überblick über das österreichische Fremdenrecht und über den Umgang des Vatikans mit Migration. Eine Diskussion über die Auswirkungen dieses Rechts sucht Wege zu einer Verbesserung. Zur Sprache kommen u. a.: Integration, Arbeitsmarkt und die Lage von Frauen und Kindern.

  • Gerhard Muzak, Einführung in das Fremdenrecht
  • Brigitte Proksch, Die Kirche und die Migration

Podiumsdiskussion:

  • Johann Bezdeka, Leiter der Abt. f. Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftswesen im Innenministerium
  • Christian Friesl, Inst. f. Prakt. Theologie, Bereichsleiter Gesellschaftspolitik der Industriellenvereinigung
  • Peter Marhold, Unternehmensberater, Obmann des Vereins helping hands
  • Bernhard Perchinig, Migrationsforscher (Akademie der Wissenschaften).

Moderation: Barbara Coudenhove-Kalergi
Gerhard Muzak lehrt öffentliches Recht an der Universität Wien, Brigitte Proksch ist Theologin und Konsultorin im Päpstlichen Rat für die Seelsorge der Migranten und Menschen unterwegs.

Ort: Forum Zeit und Glaube, Otto-Mauer-Zentrum, Währingerstraße 2-4, 1090 Wien

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

Dienstag, April 21st, 2009

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Franz von Assisi

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