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Archiv Oktober, 2008

Ein Stück des Weges mit uns gehen

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008
Christopolis 01/08

Seit heute Mittwoch, den 22. Oktober ist “Christopolis” auch als Zeitung erhältlich. Der größte Teil der Auflage liegt der Wiener Straßenzeitung “Augustin” bei, der Rest wird über Pfarren und andere Institutionen verteilt. Nachstehend finden Sie das Editorial der ersten Ausgabe:

»Christopolis – was ist denn das?«, werden sich viele von Ihnen gedacht haben, als Sie das erste Mal unsere Zeitung in die Hände bekommen haben.

Nun, die Erklärung ist ganz einfach: Mit »Christopolis« wollen wir uns ein wenig mehr in die Öffentlichkeit bewegen und Ihnen unsere Themen und Anliegen zu Gehör bringen. »Wir«, das ist eigentlich eine schon recht alte Organisation, die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien, die bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Etwas bekannter als wir sind unsere Teilorganisationen z.B. die Katholische Frauenbewegung, die Katholische Jungschar oder Jugend. Weiterlesen

Eine gerechte & solidarische Welt ist möglich

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Vor 5 Jahren haben 14 christliche Kirchen in Österreich sich gemeinsam auf die Suche nach den zentralen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen gemacht. Diese wurden dann im »Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen« veröffentlicht. Es ist ein Kompass für viele (nicht nur) christliche Menschen, die sich in der heutigen Gesellschaft engagieren wollen, denn sie glauben daran, dass eine gerechte und solidarische – und damit christliche Welt möglich ist.

Wir haben hier einige zentrale Themen aufgelistet, die im Sozialwort dokumentiert sind und laden ein, diese Verhältnisse nicht einfach hinzunehmen, sondern sich für eine Veränderung und Verbesserung einzusetzen. Weiterlesen

Mit 60 erst in den Lehrlingsjahren

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der UNO beschlossen. Doch umgesetzt sind diese Rechte noch lange nicht überall. Auch in Österreich werden sie immer wieder durch staatliche Behörden verletzt.

»Nie wieder!« heißt es heuer im Gedenken an »Anschluss« und Novemberpogrome 1938 oder an Prag 1968. Ein anderes Jahr scheint dabei in Vergessenheit zu geraten: 1948. Was in diesem Jahr am 10. Dezember geschah, müsste jedoch einem ein »Immer wieder!« hervorlocken. Vor 60 Jahren bekannten sich die Vereinten Nationen (UNO) dazu, dass alle Menschen »frei und in gleicher Würde geboren« sind, dass »jeder Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand« hat. Sie taten dies aufgrund der Erfahrung mit dem Zweiten Weltkrieg und dem nationalsozialistischen Regime.
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»Generation Praktikum« – Arbeiten zum Nulltarif?

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Die modernen Arbeitsformen haben nicht nur Vorteile. Auch eine gute Ausbildung und viel Engagement bringen heute nicht mehr den langfristigen Arbeitsvertrag, sondern vielfach nur Kurzanstellung, oft vollkommen unterbezahlt. Willkommen in der Generation Praktikum im Zeitalter der prekären Arbeitsverhältnisse.
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“Sankt Precarius” – ein neuer Heiliger?

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Ein seltsamer Heiliger, der da neuerdings immer wieder zu sehen ist. Den römischen Glaubenswächtern ist er völlig unbekannt. Auch blättert man vergeblich im Heiligenkalender. Spötter setzen seinen Namenstag auf den 29. Februar – dann wäre der heilige Prekarius ein echter Teilzeitheiliger und käme damit seinen VerehrerInnen sehr entgegen: den Millionen prekär beschäftigter Menschen in aller Welt.

In seiner Fangemeinde treffen sich Mini-Jobberinnen, die Leute in Zeit- und Leiharbeit, Jugendliche aus der Generation Praktikum, Scheinselbständige & Unterbezahlte. Hausmädchen aus Brasilien und Giftsprüherinnen in den afrikanischen Rosenplantagen. Raumpflegerinnen, Sheriffs aus privaten Sicherheitsdiensten, Telefonistinnen der Call Center, befristete Beschäftigte, um nur einige aus der neuen Schicht des Prekariats zu nennen.

Ein neues Proletariat, in dem sich vornehmlich Dienstleisterinnen und Dienstleister – aber nicht nur – in heiklen, peinlichen Beschäftigungsformen wieder finden, so übersetzt sich prekär aus dem Lateinischen. Ihre Kennzeichen: Erwerbsarbeit in Voll- oder Teilzeit, aber fast immer ohne existenzsicherndes Einkommen, Arbeit, die keine soziale Sicherung begründet, Arbeit ohne ausreichenden rechtlichen Schutz.

Armes reiches Uganda

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Paul Bateeze, Entwicklungskoordinator der Diözese Jinja in Uganda, besucht
im November Österreich, um von seiner Arbeit zu erzählen, die aus Mitteln der Sternsingeraktion unterstützt wird, und berichtet über die aktuelle Situation.

Vom Klima und von den Menschen her hätte Uganda eigentlich ein großes Potential für eine positive Entwicklung. Das Land ist so reich an fruchtbarem Boden, dass es von Winston Churchill als »Perle Afrikas« bezeichnet wurde. Doch die Zeit der Diktatur bis in die 1980er-Jahre, der Bürgerkrieg im Norden und wirtschaftliches Fehlmanagement haben das Land zu einem der ärmsten Länder gemacht. 31% der Menschen Ugandas leben von weniger als 70 Cent am Tag, der größte Teil davon lebt am Land. Weiterlesen

Brasilien: Agrarindustrie kontra Truká-Indianer

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Brutaler Mord an Politiker der Truká-Indianer

Christoph Watz, Leiter vom »Welthaus« Wien, über seine Solidaritätsreise nach Brasilien, wo er Zeuge der dramatischen Auseinandersetzungen rund um das Großprojekt der Flussumleitung des Rio Sao Francisco wurde:

Während unserer Reise in Brasilien haben wir am 23. August erfahren, dass nur wenige Kilometer von uns entfernet der 36-jährige Gemeinderatskandidat Mozeni de Sa, eine Führungspersönlichkeit der Truká-Indigenen, in dem Städtchen Cabrobo im Nordosten Brasiliens ermordet wurde. Weiterlesen

Kinder haben Recht(e) nicht nur an einem Tag im Jahr …

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Die Katholische Jungschar setzt sich dafür ein, dass Kindgerechtheit ein selbstverständlicher Maßstab politischen Handelns wird. Heuer hat es sich die Jungschar zum Ziel gesetzt durch eine Plakataktion am 20. November, dem Tag der Kinderrechte, auf drei Kinderrechte durch Plakate und Freecards besonders aufmerksam zu machen:

da spiel’n jetzt wir!
Mädchen und Buben haben Recht auf Freizeit, Spiel und Sport und Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. Dafür muss Platz sein!
(Kinderrechtskonvention Artikel 31)

hau mich nicht!
Der Staat hat die Pflicht, Mädchen und Buben vor Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung zu schützen. Niemand darf Buben oder Mädchen Gewalt zufügen.
(Kinderrechtskonvention Artikel 19)

ich hab’ recht!
Mädchen und Buben haben das Recht, ihre Meinung in allen sie betreffenden Fragen, auch in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden, zu äußern und sie haben das Recht, dass diese Meinung auch berücksichtigt wird.
(Kinderrechtskonvention Artikel 12)

Plakate (A2) und Freecards zu den oben beschriebenen drei Themen sind bei der
Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien gratis erhältlich:
dlwien(at)jungschar.at bzw. 01/51552/3396.
Die Motive gibt es auch auf wien.jungschar.at

Sozialwort TV – Uns gibt’s auch im Fernsehen

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Seit nunmehr drei Jahren gibt es den alternativen Fernsehsender Okto in Wien. Genauso lang gibt es schon die Plattform »sozialwort-tv«, die Themen rund um das »Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen« auf Sendung bringt.

Derzeit gestalten wir monatlich die Sendungen »andererseits – das sozialmagazin« und »Europa und der Stier«. Sendungsthemen waren bisher z.B. das Grundeinkommen, das Sozialstaatsvolksbegehren, die Wohlstandsverteilung, der alternative Kongress zum Lateinamerikagipfel und vieles mehr.
Okto ist im Telekabel (in Wien, Wiener Neustadt und vielen anderen Orten) empfangbar. Im Internet gibt es einen Livestream unter www.okto.tv. Die Sendungen kann man auch auf DVD bei uns bestellen oder hier und hier nachschauen.

Wir suchen auch regelmäßig Menschen, die gerne filmen, schneiden oder auch nur Themen recherchieren. Dazu braucht man keine besonderen Kenntnisse, sondern kann alles im Laufe der Zeit lernen. Wir freuen uns über neue MitarbeiterInnen! Die Kontaktadresse steht in der rechten Spalte.

Livestream von okto: www.okto.tv
DVDs aus den Sendereihen »andererseits« und »Europa und der Stier«
zu bestellen zum Unkostenbeitrag von € 3,– bei der KA Wien (Adresse siehe rechts).

Tourismus – was bringt’s der Bevölkerung vor Ort?

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008
Okt ’08
27
16:00

Begegnung mit Gästen aus Tansania (Serengeti Nationalpark)

Der Serengeti Nationalpark in Tansania ist ein beliebtes Reiseziel. Fast ein Viertel der Fläche Tansanias sind Nationalparks und vor der Nutzung durch den Menschen geschützt. Die einheimische Bevölkerung wird dadurch oftmals in die Randgebiete der Nationalparks verdrängt, ihr Überleben und ihre Rechte dem Schutz der Wildtiere und den Anforderungen des Tourismus geopfert. Was bedeutet Naturschutz für die Bevölkerung? Bringen TouristInnen lebensnotwendige Wirtschaftseinnahmen? Wie steht es mit den Rechten der einheimischen Bevölkerung? Tumaini Matutu und Jonas Lukule vom Projekt Mara Gartenbau (MSHP) berichten über die Situation in Tansania und ihren Kampf gegen die Armut.

Kaminraum der Alserstraße 19, 1080 Wien

Respect und Welthaus Wien laden zum tee.gespräch – die persönliche Begegnung mit den Gästen bietet spannende Einblicke in ein faszinierendes Land und seine vielen Kulturen, abseits von touristischen Klischees!

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