Hyänen am Horrorhaus
Mittwoch, April 30th, 2008In Österreich ergötzt sich die Boulevardpresse an dem Inzest-Drama in Amstetten. Das hebt die Auflagenzahlen – und verletzt die Opfer aufs Neue. Weiterlesen bei zeit.de.
In Österreich ergötzt sich die Boulevardpresse an dem Inzest-Drama in Amstetten. Das hebt die Auflagenzahlen – und verletzt die Opfer aufs Neue. Weiterlesen bei zeit.de.
Osteuropa und der Balkan sind für viele von uns noch immer sehr fremde Gegenden. Wer sie ein wenig mehr erkunden will hat derzeit auf 3Sat und derstandard.at die Möglichkeit dazu:
Menschen unter der Autobahn: In der Siedlung “Gazela” in Belgrad leben aus Bosnien oder dem Kosovo geflüchtete Roma. Aber auch viele aus Deutschland oder Österreich Abgeschobene. Zwei Wiener Künstler verfassten einen Reiseführer über “Karton Siti”, die Stadt der KartonsammlerInnen. Ein außergewöhnliches kleines Buch erkundet die Lebensbedingung in einer Roma-Elendssiedlung in Belgrad. Mehr über das Buch gibt es auf einer eigenen Homepage: Beograd Gazela. Ein Interview mit den Autoren gibt es bei zuender.zeit.de.
Ist Betteln Arbeit? Oder gar ein Beruf, der spezifisches Wissen und kontinuierliches Lernen erfordert? Marion Thuswald sprach mit Bettlerinnen auf Wiens Straßen und entwickelte eine neue und ungewöhnliche Forschungsperspektive auf das Thema, die die Frauen nicht nur als passive Opfer ihrer sozialen Schieflage wahrnimmt. 1. Teil des Interviews im Augustin und 2. Teil.
Rukiye P. bezahlte mit dem Leben dafür, dass sie ihre Zwangsehe beendete: Ihr Mann erschoss sie und die gemeinsame Tochter auf offener Straße. Ihre Anwältin spricht nun im Interview über Ehrenmorde in Deutschland, die Motive der Täter – und prangert die Unkultur des Wegsehens an. Weiterlesen bei spiegel.de.
Bereits in den vergangenen Tagen warnten Weltbank und das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen (UN) vor verstärkten Lebensmittelengpässen durch den enormen Preisanstieg von Nahrungsmitteln. Während die reichen Nationen diesen als unangenehm weg stecken können, entbrennen in den Entwicklungsländern Unruhen und Hungerproteste. Ursache für die weltweiten Preiserhöhungen gibt es verschiedene – unter anderem den anfänglich als „klimafreundlich“ propagierten Biosprit. Weiterlesen bei der Berliner Umschau.
Am 28. März beschloss der Wiener Landtag eine Novelle des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes. SPÖ, ÖVP und FPÖ stimmten geschlossen dafür, allein die Grünen sprachen sich dagegen aus. Die Stadt hatte es eilig – es wurde sogar eigens ein Sonderausschuss einberufen, um die Umsetzung bis Anfang Juni hinzukriegen. Ist die öffentliche Sicherheit in Gefahr? Weiterlesen beim Augustin.
Überall gibt es vernünftige Leute, die durchaus sehen, dass die Mobilisierung des ökonomischen Potenzials der Roma langfristige, kontinuierliche Investitionen in die Entwicklung dieser Gemeinschaft voraussetzt. Aber weder die nationalen Regierungen noch die EU-Kommission scheinen bereit zu sein, eine entsprechende Strategie zu beschließen und umzusetzen. Deshalb werden die Roma-Ghettos in Bulgarien noch auf Jahre hinaus an Elendsviertel der Dritten Welt erinnern. Weiterlesen bei le monde diplomatique
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| Apr ’08 |
| 13 |
| 23:00 |
“Operation Spring” am Sonntag den 13. 4. 2008 um 23 Uhr auf ORF 2
Der ORF schreibt dazu:
Dokumentarfilmthriller mit bedrohlicher Entwicklung
“Operation Spring” von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber ist ein Dokumentarfilmthriller über die Erprobung neuer Ermittlungsmethoden und Gesetze in Österreich. Schritt für Schritt werden die damaligen Ereignisse aufgerollt und die Hauptbeweismittel unter verschiedenen Blickwinkeln akribisch untersucht.
Während zu Beginn den Schwierigkeiten der Polizei und des Gerichts bei der Handhabung der neuen Ermittlungsmethoden und deren Ergebnissen nachgegangen wird, nehmen die Ereignisse im weiteren Verlauf eine immer bedrohlichere Entwicklung mit kafkaesken Zügen.
Beteiligte der involvierten Seiten erzählen, was sie damals erlebt haben, wie sie die Ereignisse wahrgenommen haben. Unter ihnen Richter, Anwälte, ein Beamter aus dem Justizministerium, ein ehemaliger Kronzeuge und ein verurteilter und inhaftierter Afrikaner. Die Ereignisse rund um die Polizeiaktion “Operation Spring” dominierten die österreichische Medienberichterstattung mehrere Wochen lang.
Die Operation galt nicht nur als großer Erfolg gegen die organisierte Kriminalität sondern war auch ein Testlauf für neue Ermittlungsmethoden und Gesetze wie dem Großen Lauschangriff und dem Einsatz anonymer komplett vermummter Zeugen der Anklage vor Gericht.
Von großer Aktualität ist die Frage, welcher Wert demokratischen Grundrechten eingeräumt wird, wenn Personen, die einer Minderheit angehören, verdächtigt werden, Mitglieder der organisierten Kriminalität zu sein.
Weiter Infos auf www.operation-spring.com