Einige Gedanken zur gar nicht gerechten Idee der Bildung von Gerald Faschingeder.
Bildung scheint ein hoher Wert zu sein. Es kann eigentlich gar nicht anders sein, glaubt man zahlreichen Aussagen von PolitikerInnen wie auch BildungsexpertInnen, die in regelmäßigen Abständen den hohen Wert der Bildung beschwören. Sie diene der Vervollkommnung der Menschen, sei ein Recht der Menschen und zentrales Anliegen jeder Regierung. Bildung hat
wesentlich
mit Menschenwürde,
Gerechtigkeit und Freiheit
zu tun
und muss darum
Allgemeingut bleiben. Wird Menschen
der Zugang zur Bildung erschwert oder aus finanziellen Gründen unmöglich gemacht, so gereicht dies zum Nachteil der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sozialwort, 24Nebenbei wird angemerkt, dass Bildung außerdem für die Wirtschaft gut sei. Gleichzeitig fällt auf, dass Bildung tatsächlich etwas Wert ist: Wer gebildet ist oder als gebildet gilt, kann mit guten Chancen mehr Geld verdienen als ein ungebildeter Mensch. Auch in einem anderen Sinn ist Bildung Wert: Immer mehr wird versucht, Bildungseinrichtungen so zu betreiben, dass sie Profit bringen.
Aber ist das nicht ein Widerspruch? Dient Bildung nun der geistigen Vervollkommnung der Menschen oder dient sie dem Profitstreben der Reichen und Mächtigen? Um diese Frage zu beantworten lohnt ein Blick auf die Geschichte der langen Debatte um Bildung und Gerechtigkeit. Weiterlesen