Gebet eines Arbeitslosen
Montag, April 30th, 2007Herr, weißt Du wie das ist:
Wenn man arbeiten will und nicht darf?
Wenn man am helllichten Tag auf der Parkbank sitzt?
Wenn man immer wieder Absagen bekommt?
Wenn man kein Geld verdient?
Herr, weißt Du wie das ist:
Wenn man Drückeberger heißt?
Wenn man Faulpelz heißt?
Wenn man Krimineller heißt?
Wenn man arbeitsscheues Gesindel heißt?
Herr weißt Du auch:
Wie weh das tut?
Wie viel Nerven das kostet?
Wie verletzend das ist?
Herr, ich möchte Dir keinen Vorwurf machen,
ich möchte es Dir nur sagen dürfen,
dass ich mir so mein Leben nicht vorgestellt habe und
dass ich mir so elend überflüssig vorkomme:
Nicht gebraucht /
nicht gefordert /
nicht ernst genommen /
nicht geliebt.
So bitte ich Dich, Herr:
Hilf mir, dass ich Arbeit finde und
dass ich auch gebraucht werde!
Amen
(Quelle: BIMS Informationen aus der Arge für Arbeitnehmerinnen- und Betriebspastoral)




