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Archiv 'ksoe-Nachrichten'

“Nachrichten und Stellungnahmen der ksoe” eine Zeitschrift der Katholischen Sozialakademie Österreichs. Hier finden Sie ausgewählte Artikel aus dieser Zeitung. Bestellungen und Probeabonnements der Zeitung gibt es direkt bei der ksoe. Weitere aktuelle Stellungnahmen gibt es auf der Homepage der ksoe.

Zur aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise

Donnerstag, Mai 7th, 2009

Markus Schlagnitweit, Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreichs, deckt in einer Handreichung für die Österreichische Bischofskonferenz zentrale Defizite unseres Wirtschafts- und Finanzsystems auf. Er betont zudem die Dringlichkeit von Maßnahmen im ökosozialen Bereich, welche über das Ausmaß der gesetzten wirtschaftspolitischen Notmaßnahmen hinaus gehen. Solidarität mit den Schwächsten, Gemeinwohlorientierung und im umfassenden Sinne ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Denken sind die Eckpfeiler dieser Erklärung….

Die Einsamkeit des Regulators

Montag, März 24th, 2008

Jetzt wird wieder über Regulierung der Finanzmärkte diskutiert. Doch wer darf mitreden?

Im Hochsommer 2007 stürzten die Finanzmärkte weltweit in heftige Turbulenzen. Damit wurde einer jahrelangen Euphorie ein Ende gesetzt. Viele der Kreditvergaben, Wertpapierkäufe und riskanten Geschäfte der letzten Jahre erschienen den Finanzmarktakteuren plötzlich doch fragwürdiger als gedacht. Der Stimmungsumschwung ließ Papiere, die noch wenige Wochen zuvor teuer gehandelt wurden, plötzlich unverkäuflich werden, und so manche Fonds und Banken gerieten in Zahlungsschwierigkeiten. Und zahlreiche sowohl Anleger als auch Kreditnehmer mussten erkennen, dass sie große Risiken eingegangen waren, ohne dass sie sich dessen bewusst gewesen waren. Weiterlesen

Lebenszeit, Arbeitszeit, Mußezeit

Montag, März 3rd, 2008

Wir leben in einer neuen Zeitordnung. Sukzessive greift die Marktökonomie auf das ganze Leben zu: Das Individuum muss sich permanent selbst kontrollieren und auf den Markt und seine Erfordernisse ausrichten. Zeitsouveränität und damit Lebenszeit gehen verloren: ob im Studium, im Erwerb oder in der Arbeitslosigkeit. Bemerkungen zu einer sehr problematischen Entwicklung von Karl Reitter.

Wenn wir die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung mit den vergangenen letzten Jahrzehnten vergleichen, so bemerken wir eine veränderte Zeitordnung. Noch bis in die 80er und 90er Jahre war das gesellschaftliche, soziale und ökonomische Leben zumeist durch klar definierte Zeitphasen gekennzeichnet. In Produktion und Verwaltung dominierten geregelte Arbeitszeiten, oftmals penibel mit der Stechuhr gemessen.

Arbeitszeit und Überstunden wurden sorgfältig aufgezeichnet, die Fabriksirene verkündetet auf die Minute genau ihr Ende und den Beginn der Freizeit. Die Öffnungszeiten der Geschäfte waren strikt geregt, Samstag Punkt 12 Uhr schlossen die Pforten, das Wochenende begann. Aber nicht nur der Tagesund der Wochenablauf, auch die Lebenszeit bestimmte ein zeitlicher Rhythmus. Auf die Schul- und Ausbildungszeit folgte die Zeit der Berufsausübung.
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Spitzenlöhne: Mehr Maßhaltung und Mitbestimmung

Montag, Februar 11th, 2008

Steuern
müssen
dem Staat
die Erfüllung seiner
Aufgaben ermöglichen.
Steuerentlastungen
müssen unter dem Blickwinkel
der Wirtschaftsleistung, aber auch in ihren Auswirkungen auf Arbeitsplätze, auf Staatsausgaben und auf die Verteilung innerhalb der Bevölkerung betrachtet werden. Sozialwort 222
Ein Arbeitsdokument des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes beschäftigt sich mit dem exorbitanten Anwachsen von Spitzengehältern in der Privatwirtschaft. Die AutorInnen fordern Beschränkungen und formulieren dafür Kriterien, so die ,,firmeninterne Lohnspanne“ oder die ,,sozial-ökologische“ Leistung eines Unternehmens.

In der Schweiz geraten millionenschwere Spitzenlöhne im Top-Management zunehmend in die Kritik der breiten Öffentlichkeit. So wurde im Oktober 2006 eine eidgenössische Volksinitiative ,,Gegen die Abzockerei“ lanciert, die sich derzeit im Stadium der Unterschriftensammlung befindet. Kontroverse Diskussionen zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Medien und Wirtschaftsethik gab es auch auf einem Podium des Open Forum Davos 2007, das der Schweizerische Evangelische Kirchen bund (SEK) zusammen mit dem World Economic Forum (WEF) organisierte. Weiterlesen

Frauen Macht Global

Samstag, Februar 2nd, 2008

Die Katholische Sozialakademie hat im Rahmen des Lehrgangs “Soziale Verantwortung” im Herbst 2007 ein Diskurscafe unter dem Titel “Frauen Macht Global: Globalisierung – Probleme, Ambivalenzen, Chancen aus feministischer Sicht” abgehalten. Wir dokumentieren hier die 3 Diskussionsbeiträge.

Eva Klawatsch-Treitl von WIDE – Verein zur Förderung genderbewusster entwicklungspolitischer Informations-, Bildungs- und Projektarbeit spricht über die Arbeit von WIDE, die Globalisierung sowie Aktivitäten von WIDE in bezug auf Globalisierung:

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Beate Gratzer (Referentin für Entwicklungsförderung, Schwerpunkt Anwaltschaft) von der Katholischen Frauenbewegung Österreich versucht die Sichtweise von ProjektpartnerInnen einzubringen und stellt 3 Aspekte in den Mittelpunkt:

  • Frauen als Gewinnerinnen von Globalisierungsprozessen
  • Frauen als Verliererinnen von Globalisierungsprozessen
  • Die Katholische Frauenbewegung als zivilgesellschaftliche Akteurin – frauengerechte Globalisierung möglich machen
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Elisabeth Schinzel von clean clothes/Südwind spricht über die clean clothes-Kampagne und Frauen in der Sport-und Bekleidungsartikelproduktion weltweit.

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Neuer Ethik Investment – Lehrgang der ksoe

Mittwoch, Januar 30th, 2008

Auch Christen
und
Christinnen sind
aufgerufen, verantwortliches Wirtschaften
in ihrem
eigenen Lebensbereich umzusetzen
und in ihren Geld-
und Vermögensanlagen auf ethisches Investment zu achten. Sozialwort 202
Ethisch orientierte Geldanlagen boomen. Vermehrt setzen kirchliche und gemeinnützige Organisationen auf Ethik-Investment, um Wirtschaft zukunftsfähig mitzugestalten. Ebenso wächst das Interesse von Privatpersonen an ethisch verantwortlicher Geldanlage.

Für Produktentwicklung und KundInnenberatung ergeben sich daraus neue Herausforderungen. Ethisch orientierte KundInnen vermissen bei ihrer Hausbank häufig noch das entsprechende Beratungs-Know How, das ihren Anforderungen entspricht.

Mit einem neuen Lehrgang – exklusiv für FinanzdienstleisterInnen: Banken, Versicherungen und VermögensberaterInnen – will die ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs) diesen neuen Herausforderungen und einer eklatanten Lücke in den einschlägigen Ausbildungen Rechnung tragen. Alle Informationen dazu gibt es bei der ksoe.

Kritik an Novellierung Arbeitslosenversicherungsgesetz

Donnerstag, Dezember 6th, 2007

ksoe-Direktor Schlagnitweit unterstützt die Proteste. Er fordert eine Abschaffung der „Bezugssperren“. Weiterlesen bei der ksoe.

Kritik an Mindestsicherung und neuem Arbeitslosengesetz

Dienstag, November 20th, 2007

Heftige Kritik an der geplanten Einführung der “bedarfsorientierten Mindestsicherung” und an der Novelle zum Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) kommt vom “Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt”. Weiterlesen

Neuer Lehrgang Ethik-Investment

Donnerstag, April 26th, 2007

Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) startet den Lehrgang „Ethische Geldanlagen für kirchliche und gemeinnützige Organisationen“.

Im Rahmen ihrer Bildungs- und Informationsinitiative „Geld und Ethik“ bietet die ksoe erstmals einen Lehrgang „Ethische Geldanlage für kirchliche und gemeinnützige Organisationen“ an. ksoe-Direktor Schlagnitweit: „Der Ethik-Investment-Sektor boomt. Die ksoe startet in diesem Feld erstmals eine Grundausbildung für Finanzverantwortliche kirchlicher und gemeinnütziger Organisationen.“ Weiterlesen

Stellen Sie sich vor, es gibt im Jahr 2015 schon ein bedingungsloses Grundeinkommen!

Mittwoch, März 28th, 2007

Von März bis Juni 2007 findet in ganz Wien eine Grundeinkommens-Untersuchung statt. Dabei wird gefragt, was die Menschen tun würden, wenn es 2015 bereits ein bedingungsloses und existenzsicherndes Grundeinkommen gäbe. Bundesminister Dr. Erwin Buchinger war der erste, der im Rahmen der Veranstaltung „Neue Armut in Österreich“ in Wien-Stadlau gestern abend dazu geantwortet hat. Weiterlesen

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