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Archiv 'Zeitzeichen'

ZEITZEICHEN ist die Zeitschrift der Katholischen Arbeitnehmer/innenbewegung Österreichs (KABÖ). Hier finden Sie ausgewählte Artikel aus dieser Zeitung. Zum Kennenlernen bietet ZEITZEICHEN auch ein Schnupperabo an: Ein Gratis-Probeabo gibt es für 3 Ausgaben per Post: Senden Sie Name und Bezugsadresse an:

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Spendenabsetzbarkeit aus Frauensicht

Donnerstag, März 12th, 2009

traude-2Keine öffentliche Anerkennung für Zeitspenden und Menschen mit wenig Einkommen

Steuerabsetzbeträge, die das zu versteuernde Einkommen vermindern, kommen immer jenen zugute, die gut verdienen und in der höchsten Steuerklasse eingestuft sind. Sie sind deshalb schwer mit dem Anliegen sozialer Gerechtigkeit zu vereinbaren.

Es war immer das Anliegen der VerfechterInnen des Sozialstaats, den Dschungel der steuerlichen Gestaltbarkeit für gut verdienende Unternehmen und auch Einzelpersonen ein wenig zu lichten. Umso verwunderlicher erscheint daher die breite Zustimmung zur Einsetzung des neuen Pflänzchens „steuerliche Absetzbarkeit von Spenden für Soziales, für Entwicklungszusammenarbeit und für humanitäre Hilfe“. Die Vertreter der großen spendensammelnden Organisationen und Kurt Bergmann haben nun erreicht, dass seit 1. Jänner 2009 die Spendenabsetzbarkeit für „mildtätige Organisationen“ eingeführt wird. Weiterlesen

Aussicht auf Prekäre Zeiten!

Sonntag, Oktober 12th, 2008

Jede zweite wird als Tagelöhnerin arbeiten?

Zukunftsforscher meinen, es kommen wieder “Tagelöhner/innen, wie wir sie von früher kennen!” Jeder zweite Erwerbstätige könnte in nur 20 Jahren in dieser Situation sein und so über die Runden kommen müssen: Mehrere Jobs, geringes Einkommen, kein arbeitsfreier Sonntag? Die Enquete “Prekäre Zeiten” im Sozialministerium bietet eine umfassende Sicht auf das Problem. Weiterlesen

EURO 08: Menschen und Werte im Abseits

Mittwoch, Mai 21st, 2008

Die andere Seite der Europameisterschafts – Euphorie

Die Euphorie rund um die Fußballeuropameisterschaft 2008, die von Politik und Wirtschaft geschürt wird, verdeckt das Wesentliche: Dieses Großereignis geht auf Kosten der Werte und Menschen in Österreich.

1991 gab es in Wien eine Volksbefragung über die Abhaltung einer Weltausstellung. Zwei Drittel der WienerInnen stimmten dagegen. Die Angst vor der Veränderung der Stadt durch solch eine Großveranstaltung war zu groß. Um diesen Sorgen nicht noch einmal ein Ventil zu bieten, wurde über die Durchführung der Fußballeuropameisterschaft 2008 kein Volksentscheid durchgeführt. Dafür ist zu befürchten, dass die WienerInnen, aber auch viele andere ÖsterreicherInnen jetzt erleben werden, wovor sie vor 17 Jahren – wohl zu Recht – Angst gehabt haben. Weiterlesen

Steuerreform 2010 – jetzt diskutieren!

Mittwoch, September 12th, 2007

Statt Steuern schlechtmachen – mit Steuern steuern.
Von Markus Blümel

„Steuern runter – das macht die Deutschen munter“, „Bis zum Juni arbeiten wir für den Finanzminister“, „Weg mit dem Speck“, „Wir zahlen zuviel Steuern“, die Sammlung an Slogans und Meinungen über angeblich zu hohe Steuerquoten ließen sich beliebig fortsetzen. Zu Jahresbeginn war einer Zeitungsmeldung zu entnehmen, dass die „Steuerquellen übersprudeln“, um einmal mehr in den Raum zu stellen, wie arg „wir“ mit Steuern belastet wären.

Selten wird erwähnt, was mit den Steuern geschieht. Kein Finanzminister weit und breit, der regelmäßig erklärt, welche wichtigen Aufgaben und Projekte mit den Steuereinnahmen finanziert werden. Kein Wort, dass ohne steuer- und abgabenfinanzierten Sozialstaat über 40% der Bevölkerung von Armut gefährdet wären. Keine Erwähnung, dass jene Ungerechtigkeiten, die durch den Markt entstehen, durch Steuern wieder ein Stück weit beseitigt werden. Keine Erklärung, dass jene öffentlichen Dienstleistungen und Güter, die eine wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft sind, durch öffentliche Einnahmen finanziert werden. Keine Verteidigung, dass aus Gründen der Gerechtigkeit und Solidarität Einkommensschwächere weniger belastet werden. Weiterlesen

Bildungsgerechtigkeit als soziale Aufgabe

Donnerstag, Mai 24th, 2007

Im letzten Beitrag wurde dargelegt, dass Bildung in der Geschichte nur selten wirklich für alle gedacht war. Bildung diente und dient in der Regel der Abgrenzung, ob nach oben oder nach unten. Das soll, das muss aber nicht so sein! Derzeit laufen in Österreich intensive Diskussionen darüber, wie das österreichische Schulsystem gerechter gemacht werden kann. Eine Arbeitsgruppe der Katholischen Aktion Österreich KAÖ hat diese Frage über eineinhalb Jahre hinweg diskutiert. Weiterlesen

Bildung gibt’s nicht geschenkt.

Montag, Mai 21st, 2007

Einige Gedanken zur gar nicht gerechten Idee der Bildung von Gerald Faschingeder.

Bildung scheint ein hoher Wert zu sein. Es kann eigentlich gar nicht anders sein, glaubt man zahlreichen Aussagen von PolitikerInnen wie auch BildungsexpertInnen, die in regelmäßigen Abständen den hohen Wert der Bildung beschwören. Sie diene der Vervollkommnung der Menschen, sei ein Recht der Menschen und zentrales Anliegen jeder Regierung. Bildung hat
wesentlich
mit Menschenwürde,
Gerechtigkeit und Freiheit
zu tun
und muss darum
Allgemeingut bleiben. Wird Menschen
der Zugang zur Bildung erschwert oder aus finanziellen Gründen unmöglich gemacht, so gereicht dies zum Nachteil der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sozialwort, 24
Nebenbei wird angemerkt, dass Bildung außerdem für die Wirtschaft gut sei. Gleichzeitig fällt auf, dass Bildung tatsächlich etwas Wert ist: Wer gebildet ist oder als gebildet gilt, kann mit guten Chancen mehr Geld verdienen als ein ungebildeter Mensch. Auch in einem anderen Sinn ist Bildung Wert: Immer mehr wird versucht, Bildungseinrichtungen so zu betreiben, dass sie Profit bringen.
Aber ist das nicht ein Widerspruch? Dient Bildung nun der geistigen Vervollkommnung der Menschen oder dient sie dem Profitstreben der Reichen und Mächtigen? Um diese Frage zu beantworten lohnt ein Blick auf die Geschichte der langen Debatte um Bildung und Gerechtigkeit. Weiterlesen

Gebet eines Arbeitslosen

Montag, April 30th, 2007

Herr, weißt Du wie das ist:
Wenn man arbeiten will und nicht darf?
Wenn man am helllichten Tag auf der Parkbank sitzt?
Wenn man immer wieder Absagen bekommt?
Wenn man kein Geld verdient?
Herr, weißt Du wie das ist:
Wenn man Drückeberger heißt?
Wenn man Faulpelz heißt?
Wenn man Krimineller heißt?
Wenn man arbeitsscheues Gesindel heißt?
Herr weißt Du auch:
Wie weh das tut?
Wie viel Nerven das kostet?
Wie verletzend das ist?
Herr, ich möchte Dir keinen Vorwurf machen,
ich möchte es Dir nur sagen dürfen,
dass ich mir so mein Leben nicht vorgestellt habe und
dass ich mir so elend überflüssig vorkomme:
Nicht gebraucht /
nicht gefordert /
nicht ernst genommen /
nicht geliebt.
So bitte ich Dich, Herr:
Hilf mir, dass ich Arbeit finde und
dass ich auch gebraucht werde!
Amen

(Quelle: BIMS Informationen aus der Arge für Arbeitnehmerinnen- und Betriebspastoral)

Erbschaftssteuerdebatte kann politischer Wendepunkt sein

Sonntag, April 22nd, 2007

Die Debatte rund um den Verfassungsgerichtshofentscheid zur Erbschaftssteuer kann zum möglichen Wendepunkt in der Sozialpolitik werden: Sie wird zeigen, wie sozial und gerecht Österreich noch ist. Weiterlesen

Gefährdeter Lebensraum Arbeitswelt

Montag, März 12th, 2007

Erwerbsarbeit ist ein wesentlicher, bestimmender Teil unseres Lebens. Sie ist nicht nur Existenzsicherung, sondern in ihr entfalten wir auch unsere Fähigkeiten, verwirklichen wir uns selbst und leisten gleichzeitig unseren Dienst an den Nächsten und der Gemeinschaft. Erst eine gesicherte Existenz ermöglicht es, Leben zu gestalten. Der stattfindende Wandel unserer Erwerbsgesellschaft mit ihren flexiblen Arbeitsformen verändert die Arbeitswelt dramatisch. Immer mehr Menschen sind trotz Erwerbsarbeit arm. Weiterlesen

Ein Silberner, der Goldes Wert ist

Montag, März 5th, 2007

25 Jahre Bischof Aichern.

Am Sonntag, 23. Jänner 07, versammelten sich 2000 Menschen im Linzer Dom um mit Bischof Maximilian Aichern sein silbernes Bischofsjubiläum zu feiern. Was motiviert so viele Menschen an einem Jänner-Sonntag nachmittags in den Dom zu kommen? Weiterlesen

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